6 Dinge, die ich beim 2. Kind nicht mehr so eng sehe

Jeder sagt es einem und wenn man es dann selbst entdeckt kann man nur den Kopf über sein Verhalten beim 1. Kind schütteln. Beim 2. Kind läuft so vieles anders, einfach weil man weiß wie der Hase läuft, weil man entspannter ist und weil man schlichtweg keine Zeit mehr hat wegen jedem Schnupfen zum Kinderarzt zu rennen.

Hier sind 6 Dinge, die ich bei meinem 2. Kind nicht mehr so eng sehe wie ich es noch beim 1. Kind getan habe:

 

#1 Zucker – der Feind!

Bei Kind Nummer 1 war Zucker vor dem 1. Geburtstag der oberste Feind. Als der Opa dem Kleinen mit 10 Monaten mal das Eis zum Lecken hinhielt waren mein Mann und ich fassungslos in Anbetracht dieser Unverantwortlichkeit 😉 Heute bei Kind Nummer 2 läuft das so. Kind 1 hat ein Eis und ehe man sich versieht steckt es Kind 2 das Eis in den Schlund, welches vor Freude aufschreit und damit Kind 1 natürlich weiter motiviert zu teilen. Tja nun, irgendwie ist es ja auch schön, wenn Kind 1 teilen lernt oder?

 

#2 Schlaf – eigenes Bett, eigenes Zimmer, durchschlafen bitte

Schlaf war ein leidiges Thema bei Kind 1 und ich bin mir noch immer nicht im Klaren darüber wie ich und meine Ehe diese Belastung von 1,5 richtig schlaflosen Jahren überlebt haben. Ich war überzeugt, das Baby muss im eigenen Bett, im eigenen Zimmer (ab 6 Monaten) bitte durchschlafen. Was hat mich das gestresst, weil es natürlich null funktionierte. Kind Nummer 2 schläft mit 10 Monaten noch immer im Schlafzimmer und aktuell stehen die Zeichen nicht auf einen baldigen Auszug. Kratzt mich das? Nö. Denn so kriegen wir alle am meisten Schlaf und wie heilig der ist weiss ich ja seit Kind 1.

 

#3 Babybrei selber kochen

Vielleicht hatte ich mit einem Kind einfach noch zu viel Zeit? Ich habe ehrgeizig Mittagsmenüs selbst gedünstet. Stunden die Supermärkte nach Süßkartoffeln durchforstet und am Ende fand das Baby die Pampe einfach nur widerlich. Darum kaufe ich bei Kind 2 von Anfang an Gläschen. Bin ich in der Hinsicht faul? Vielleicht. Ist es super praktisch und schmeckt dem Baby? Jaaaaa! Weniger Stress für Mama und ein zufriedenes Baby, was will man mehr, oder?!

 

#4 Kinderarzt

Bei Kind 1 war ich doch häufiger beim Kinderarzt. Er schlief so schlecht, darum vermutete ich einen Reflux, er hatte Durchfall (dabei zahnte er einfach nur), Schnupfen oder einfach nur komischen Husten. Ich war sofort beim Arzt, man kann ja nie wissen 😀 Mit Kind 2 bin ich zu den Vorsorgen beim Arzt und bisher 1x wegen Bronchitis, die echt fies klang. Ich weiß inzwischen, meist lohnt es sich erst mal abwarten bevor man sich 3,5 Stunden in die Virenhölle beim Kinderarzt setzt.

 

#5 Um Hilfe bitten und abgeben

Bei Kind 1 habe ich das irgendwie nicht sooo oft gemacht, bei Kind 2 habe ich aber jegliche Hemmungen verloren. Sobald jemand Bereitschaft signalisiert bekommt er die Kinder in den Arm und ich bin weg, so schnell kann keiner gucken. Zeit allein oder zu Zweit ist einfach sooo unendlich wertvoll geworden, da darf man nicht lange fackeln, sobald sich eine Möglichkeit bietet.

 

#6 ACHTUNG, Kind fällt!

Bei Kind 1 wurde alles gesichert, Kanten, Steckdosen, alles hoch gestellt, was kaputt gehen könnte… Sobald das Kind krabbeln und sich hochziehen konnte war ich trotzdem im Dauereinsatz damit der Kleine ja nicht fällt (ist er natürlich trotzdem!). Kind 2 hat viel mehr Freiraum, Steckdosen sind gesichert, das ist es aber auch schon. Wenn er fällt tröste ich und weiter gehts. Man härtet eben ab. Wie das wohl ist, wenn man ein 3. Kind hat? 😀

 

 

Katrin

Mutter --- Bloggerin & PR-Beraterin --- Hamburg --- 32 Jahre alt

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