Gedanken zum Thema „Trocken werden“ beim Kleinkind

Mein Sohn ist 2, Ende 2, also er wird in 2 Monaten 3 Jahre alt und er ist noch nicht trocken und macht auch keinerlei anstalten das zeitnah zu werden. Stresst es mich? Nein. Nerven mich die Kommentare von Omas, Tanten und Co, die meinen das müsse Mama jetzt in die Hand nehmen und das Kind durch konsequentes Training von der Windel wegbringen? Ja, sehr.

Alle Eltern haben hier sicher ihren eigenen Weg. Ich kenne einige, die sehr früh mit dem Töpfchentraining begonnen habe, manche mit Erfolg, manche eben nicht.

Wir haben inzwischen die Erfahrung gemacht, dass es genau gar nichts bringt unseren Sohn zu etwas zu zwingen, das geht immer nach hinten los. Bestes Beispiel waren 1,5 Jahre mit schlimmsten schlaflosen Nächten bis wir uns von den allgemeinen Meinungen anderer frei gemacht haben, das Kind im Gitterbett in unser Schlafzimmer geholt haben und schon hatte sich das Schlafproblem von jetzt auf gleich erledigt.

Ich denke es kommt alles von ganz alleine. Natürlich haben wir einen Kinder-Toilettenaufsatz und setzen ihn immer mal drauf. Wir sagen er soll Bescheid sagen, wenn er muss, aber unser Sohn ist schlichtweg noch nicht so weit. Mittlerweile sagt er Bescheid, nachdem er sein Geschäft gemacht hat und das ist ja schon mal ein Fortschritt und, glaubt man diversen Büchern, die Vorstufe zum Toilettengang. Von daher mache ich mich da gar nicht verrückt. Warum soll ich mit Druck versuchen etwas zu erreichen, was von ganz alleine kommt, sobald das Kind so weit ist? Die Kinder lernen doch auch zu unterschiedlichen Zeitpunkten laufen.

Das ist sicher eines der Dinge, die mir mein erstes Kind beigebracht hat, wenn es um das Mamasein geht: man kann nichts erzwingen und das Meiste regelt sich schlichtweg von ganz alleine.

Katrin

Mutter --- Bloggerin & PR-Beraterin --- Hamburg --- 32 Jahre alt

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